Mit der Bimmelbahn

Mit der Bimmelbahn durch Viborg

Der Bimmelbahn/Viborg Zug fährt von Hjultorvet ab.

Sommer:
Freitag, 19. Juni – Samstag, 22. August

Abfahrt vom Hjultorvet:

Montag–Freitag:
13.00 Uhr – 14.15 Uhr – 15.15 Uhr – 16.15 Uhr

Samstag:
12.00 Uhr – 13.15 Uhr

Abfahrt vom Borgvold:

Montag–Freitag:
13.30 Uhr – 14.40 Uhr – 15.45 Uhr – 16.45 Uhr

Samstag:
12.30 Uhr – 13.45 Uhr

Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde.

Änderungen der Route aufgrund von Straßenarbeiten o. Ä. vorbehalten.

Fahrpreis: Erwachsene: 60 DKK / Kinder (4–12 Jahre): 40 DKK

Halloween:
Freitag, 2. Oktober fährt der Zug von 15:00 – 21:00 Uhr durch die Fußgängerzonen.

Die Fahrt ist kostenlos.

Abfahrt vom Hjultorvet.

Herbstferien:
Freitag, 9. Oktober – Samstag, 17. Oktober

Montag–Freitag: 13:00–17:00 Uhr
Samstag: 10:00–14:00 Uhr

Abfahrt vom Hjultorvet alle 15 Minuten.

Fahrpreis: 20 DKK
Kinder unter 4 Jahren fahren kostenlos mit.

 

Mit der Bimmelbahn durch Viborg

Lieber Gast, es freut uns, dass Sie uns auf dieser gemütlichen Tour durch das mittelalterliche Viborg begleiten. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen. 

1: Hjultorvet
Der Platz heißt „Hjultorvet“ (Hjul = Rad), da die Händler hier von ihren Wagen auf Rädern Waren anboten. Bis zur Reformation gab es hier einen Friedhof. Das große schöne Gebäude war früher das Viborger Stadtmuseum. Heute beherbergt das Gebäude eine der vielen Banken in Viborg. Das Museum plant, nächstes Jahr an einer neuen Adresse in Viborg wieder als Stadtmuseum zu eröffnen.

2: St. Sct. Mikkels Gade
St. Sct. Mikkels Gade ist eine typische mittelalterliche Straße: ziemlich schmal und steil. Wie viele andere alte Straßen wurde sie nach einer ehemaligen Kirche benannt, die außerhalb der Stadtpforte lag und einst Kranke und Arme beherbergte.

3: Sct. Kjelds Brønd
Der Brunnen (links) ist der Sct. Kjelds Brønd. Hier konnten die Marktfrauen ihr Gemüse reinigen. Sct. Kjeld ist Viborgs eigener Held, und was Wasser angeht, sah man ihn als kleinen „Wundermacher“.

4: Nytorv
In katholischer Zeit lag hier Viborgs älteste Pfarrkirche, die Sct. Hans Kirke. Die Kirche und der dazugehörige Friedhof verhinderten, dass dieses Fleckchen Erde, heute Nytorv, bebaut wurde. Später ordnete Frederik II. an, den Platz zu räumen, damit dort seinem erst sechsjährigen Sohn Christian IV. gehuldigt werden konnte. Nach der Huldigung im Jahr 1584 wurde dieser Platz zum städtischen Marktplatz „Nytorv“. Als die Viborger Kommune neulich den Marktplatz Nytorv renovierte, mussten Archäologen zunächst 643 Skelette entfernen. Der ehemalige mittelalterliche Friedhof ist heute mit Cafés und Restaurants wieder zum Leben erwacht. In der Mitte des Platzes befindet sich der Null-Kilometer-Stein der Stadt. Über 400 Jahre lang befand sich hier Nordjütlands älteste Apotheke, die „Svaneapoteket“. Das schöne Backsteingebäude an der Ecke war viele Jahre lang die Dienstwohnung des Regierungspräsidenten des Viborger Landkreises. Das Wappen sowie der Namenszug des Bauherrn sind auf der Sandsteinplatte über dem mittleren Fenster zu sehen.

5: Kompagnistræde
Diese Gasse erhielt ihren Namen, da Viborg viele Jahre lang Garnisonsstadt und somit Heimatort militärischer Kompanien war. Der Straßenname entstand vermutlich, als sich einige Geldgeber zusammenschlossen und den „Kompagnigården“ bauten. Ursprünglich hieß die Straße „Pipengantz“, entstanden aus den deutschen Worten für „quietschende Gans“. Der Garten „Latinerhaven“ ist eine von Viborgs vielen grünen Oasen. Einst lagen hier Adelshöfe und die Lateinschule, die durch den schweren Brand von 1726 zerstört wurden. Über viele Jahre war die Nutzung des Gartens dem Rektor der Lateinschule vorbehalten. 1926 zog die Lateinschule in ein anderes Gebäude, und die Viborger Kommune übernahm das ehemalige Schulgebäude mit Garten. In den folgenden Jahren wurde „Latinerhaven“ zu einem botanischen Garten und Stadtpark umgestaltet.

6: Sct. Mogens Gade
Die mittelalterliche Sct. Mogens Gade hat eine ganz besondere Atmosphäre. Hier liegen viele schöne und gut erhaltene Häuser und Höfe. Hinter der Mauer (rechts) mit dem schmiedeeisernen Tor findet man eine kleine Idylle. Der Museumsgarten liegt in einem ehemaligen Gefängnishof, und der gemütliche Barockgarten lädt zu einer Pause ein.

7: Gammeltorv (Domkirchenplatz)
Gammeltorv – ein wahrer Schauplatz von 1000 Jahren Geschichte. Der Dom, das „Tinget“ (Gericht) und die Märkte zogen Menschen von nah und fern an: „Auf nach Viborg“, hieß es in alten Zeiten. Das Kunstmuseum „Skovgaard Museet“ (rechts) befindet sich im ehemaligen Rathaus, Viborgs Tribut an die Barockzeit. Die einladende Treppe führt zu besonderen Kunsterlebnissen, unter anderem zu einer Dauerausstellung über die Künstlerfamilie Skovgaard.

8: Der Viborger Dom und der Bischofssitz
Der Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Krypta ist fast 900 Jahre alt und stammt von der ursprünglichen Steinkirche. Mehrere Brände beschädigten den Dom und machten eine Renovierung des gesamten Kirchengebäudes notwendig. Der heutige Dom ist etwa 150 Jahre alt.
Zum Gedenken an die dänische Luftwaffe wurde hier ein Gedenkstein errichtet. Beachten Sie auch die beiden Löwen und deren Köpfe, ein Andenken an die ehemaligen Kirchen. Das schöne Innere des Viborger Doms ist besonders bekannt für Skovgaards einzigartige Fresken, die die biblische Geschichte darstellen. Diese außergewöhnlichen Kunstwerke entstanden in den Jahren 1901–1906, die Deckendekorationen stammen aus den Jahren 1912–1913. Der Bischofssitz liegt in unmittelbarer Nähe zur Apsis des Doms und ist Dänemarks älteste bischöfliche Residenz. Sie wird seit 1555 ununterbrochen von Viborger Bischöfen bewohnt. Hier befinden sich unter anderem die Verwaltung der Diözese sowie Jütlands älteste Bibliothek.

9: Pfarrhof
1999 baute ein Architekten-Ehepaar den „Sognegård“, das Gemeindehaus der Viborger Dompfarrei. Das große Monument (rechts) ist ein Königshuldigungsmonument. Es zeigt Margrethe I. mit ihrem jungen Neffen, dem späteren Erik von Pommern. Die beiden stehen als Repräsentanten für alle gekrönten Häupter, denen über 600 Jahre lang in Viborg gehuldigt wurde.

10: Sct. Mathias Gade
Zurück in der Sct. Mathias Gade fahren wir die steile Straße hinunter in Richtung der Viborger Seen und Borgvold.
Im Spätmittelalter befand sich in der Sct. Mathias Gade eines der fünf Stadttore Viborgs. Zu dieser Zeit waren die Sct. Mogens Gade und die Sct. Mathias Gade die beiden großen Hauptstraßen der Stadt. Hier lagen auch einige der größten und bedeutendsten Adels- und Kaufmannshöfe, von denen viele beim großen Brand von 1726 zerstört wurden. Mit der Brücke, dem Damm und der neuen Randersvej im Jahr 1852 verlagerte sich der Verkehr auf die Sct. Mathias Gade. Er wurde weiter verstärkt, als der Bahnhof im Jahr 1896 das Sct. Mathias Tor zu einem wichtigen Verkehrszentrum machte.

11: Sct. Ibs Gade
Die Sct. Ibs Gade ist eine der vielen Straßen in Viborg, die nach einem katholischen Heiligen benannt wurden. Hier war es der Apostel Jakobus der Ältere (dänisch: Ib), der der Straße ihren Namen gab. Jakobs Grab in Santiago de Compostela ist das Ziel vieler Pilger, und einige von ihnen besuchten auch Viborg. In schöner Lage am Stadtpark Borgvold liegt das Gebäude Sct. Ibs Gård. Im ehemaligen Pflegeheim befinden sich heute renovierte Wohnungen für Jung und Alt.

12: Borgvold
Seit Jahren beschäftigt sich ein Ausschuss damit, Viborg schöner zu gestalten. So entstand der Stadtpark Borgvold (Burgwall). Die grüne Oase ist sehr beliebt.
Auf dem großen Hügel lag einst die Burg König Eriks Menveds, mit der er seine Macht demonstrieren wollte. Die Kanäle des Parks waren einst Wallgräben. Um Wasser in den Burggraben zu leiten, wurde der Wasserstand der Seen um zwei Meter angehoben. Die Burg blieb jedoch nicht lange erhalten.

13: Borgvold Skulpturen
Die markante Skulptur zeigt das „Wassermädchen“, auch „Eisenfrau“ genannt, und ist ein Werk des deutschen Bildhauers Ludwig von Schwanthaler (1802–1848). Sie ist ein Geschenk des früheren Viborger Richters Frants Thygesen. Die vielen großen Rhododendronbeete schmücken die schöne Parkanlage. Am runden Platz mit dem Musikpavillon aus dem Jahr 2008 steht die Skulptur „At rejse“ (Reisen), ein Geschenk des Viborger Abenteuerclubs. Die Inspiration zu dieser drei Meter hohen Granitskulptur erhielt der Künstler Peter Stuhr durch Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“. Auf der schmalen Landzunge am See liegt das Restaurant „Golf Salonen“. Hier können Sie eine Erfrischung genießen und die schöne Aussicht über den See bewundern.

14: Das Touristenboot „Margrethe I“
Das Boot „Margrethe I“ ist die Majestät der Viborger Seen. Seit 1990 schippert „Margrethe I“ ihre Gäste über die Seen Søndersø und Nørresø. Eine Bootstour auf beiden Seen dauert etwa eine Stunde. Während der Fahrt hat man eine wunderschöne Aussicht auf Viborg – die grüne Stadt mit den roten Dächern.

15: Hans Tausens Allé
An der Ecke der Parkanlage Borgvold liegt der „Bibelhaven“ (Bibelgarten). Hier befindet sich eine einzigartige Sammlung von Kräutern, Büschen und Bäumen, die sowohl im Alten als auch im Neuen Testament erwähnt werden. In friedlicher und gemütlicher Umgebung kann man hier einen botanischen Einblick in die Pflanzenwelt der Bibel gewinnen. Auf der anderen Seite der Hans Tausens Allé liegt die Kunsthalle „Brænderigården“. In diesem Gebiet fanden mehrere archäologische Ausgrabungen statt. Von 1811 bis etwa 1876 befand sich hier eine Branntweinbrennerei mit Hof. Das Gebäude war ursprünglich einer der vielen Adelshöfe der Stadt. Heute ist „Kunsthal Brænderigården“ ein Kulturzentrum mit wechselnden Kunstausstellungen.

16: Sct. Mathias Gade
Wieder hinauf!
Versteckt in den Gebäuden der Viborg-Hallen liegt die Villa eines ehemaligen Justizrats, die erste Aussichtsvilla, die von einem eigenen Garten umgeben war. Im Jahr 1855 zog die wohlhabende Bürgerschaft jedoch in eigene Villen. Auf der rechten Seite, in den Räumen der früheren Dania-Brauerei, befindet sich heute das gemütliche Grottenrestaurant „Brygger Bauers Grotter“. Im Gang zum Restaurant rieselt noch immer die Sct.-Mathias-Quelle. Die „Skolestræde“ rechts ist die „Schulgasse“, da sich ursprünglich an dieser Ecke die Lateinschule befand. Das imposante Gebäude links stammt aus dem Jahr 1913 und war bis zum Jahr 1943 das Hauptquartier der Division Jütland. Heute befinden sich hier die Büros mehrerer Anwaltskanzleien.

17: Sct. Leonis Gade
Rechts entlang der Gasse liegt der schöne Hof des Dekans. Das Herzstück des Gebäudes ist ein über 500 Jahre altes Adelshaus.
Die Straße Sct. Leonis Gade wurde nicht nach „Leo“, sondern vermutlich nach einer Frau benannt: der heiligen Apollonia, der Schutzpatronin der Zahnärzte. Die heilige „Apelonis“-Quelle wandelte ihren Namen im Laufe der Zeit in Sct. Leonis Kilde um. Die feine kleine Bronzestatue der Apollonia (rechts) wacht noch immer über ihr heilendes Wasser.

18: Ll. Sct. Mikkels Gade
Auch diese Straße ist nach einer der vielen katholischen Kirchen benannt. Nach einem größeren Straßenumbau ist die „kleine“ Mikkelsstraße heute die breiteste. Hier ist nicht mehr viel vom Mittelalter übrig, aber mit ein bisschen Fantasie kann man sich vielleicht vorstellen, dass sich unter der Kreuzung der beiden Mikkelsstraßen die Überreste der ehemaligen Sct.-Stefans-Kirche verbergen.

19: St. Sct. Mikkels Gade
In dem roten Gebäude links befand sich einst die Brauerei „Odin“. Die Brauerei existierte 150 Jahre lang, wurde jedoch 1988 von der dänischen Faxe Brauerei übernommen und stillgelegt. Die Kirche „Sortebødre Kirke“ (rechts) ist Teil einer ehemaligen Klosteranlage der „Sortebrødre“ (Schwarzen Brüder). Sie ist die einzige Kirche, die seit fast 800 Jahren an ihrem ursprünglichen Standort steht. Der Turm wurde erst später angebaut, und ein Umbau im Jahr 1876 verlieh der Kirche ihr heutiges Aussehen. In einem ehemaligen Lagerhaus nördlich der Kirche befindet sich heute das „Viborg Bryghus“ (Brauhaus).

20: St. Sct. Peder Stræde
Das schöne gelbe Fachwerkhaus auf der rechten Seite war früher eine Schmiede. Heute befindet sich dort eines der besten Restaurants in Viborg: „Den Gyldne Okse“ (Der Goldene Stier). Weiter auf der Seite der Sydbank befand sich eines der vielen Klöster Viborgs, das Nonnenkloster Budolf. Es überstand die Reformation ausnahmsweise, wurde jedoch später aufgrund des zunehmenden Verkehrs auf der Straße abgerissen.

21: Sct. Mathias Gade
Jetzt fahren wir auf die Sct. Mathias Gade. Links sehen Sie das Einkaufszentrum „Sct. Mathias Centret“, wo 32 Geschäfte und vier Restaurants Sie willkommen heißen, falls Sie vom Regen überrascht werden.

22: Sct. Mathias Port
Der längliche Platz am Eingang zur Fußgängerzone heißt Sct. Mathias Port, benannt nach einem der fünf ehemaligen mittelalterlichen Stadttore. Der besondere Straßenbelag besteht aus alten und neuen Granitsteinen – wie vieles andere in Viborg, das die besondere Atmosphäre der Stadt ausmacht: eine interessante Mischung aus Alt und Neu.

23: Gravene
Die Straße im ehemaligen Stadtgraben heißt logischerweise Gravene. Hier können wir darüber nachdenken, dass diese Straße vor gar nicht so vielen Jahren den Verkehr der Fernstraße 13 aufnahm – auch den Schwerverkehr. Außerdem traf sie unten auf die Fernstraße 16. Die Autos mussten sich hier den knappen Platz in der Sct. Mathias Gade teilen. Die Kreuzung war einer der größten Verkehrsknotenpunkte Jütlands.

24: Trappetorvet
Der Platz Trappetorvet (trappe = Treppe), früher wegen seiner dreieckigen Form auch „das Bügeleisen“ genannt, war bis 2024 ein zentraler Busbahnhof.

25: Gravene
Das schöne Gebäude an der Ecke ist das Viborg Theater. Es wurde im Jahr 1909 nach den Plänen des bekannten Architekten Søren Vig-Nielsen erbaut. Im Anschluss an das Theater befindet sich ein modernes Kulturhaus, in dem sich der „Viborg Musiksal“ und die „Viborg Musikschule“ befinden.
In alten Zeiten, tatsächlich bis in die 1950er Jahre, war Gravene jede Woche Schauplatz des großen Pferdemarktes. Bauern und Pferdehändler brachten Pferde zum Markt, um ein oder mehrere Tiere zu verkaufen oder zu kaufen. Die Pferde standen Schulter an Schulter vom oberen Ende der Gravene bis weit über das Viborg Theater hinaus, während Käufer und Verkäufer zwischen ihnen umhergingen, die Tiere betrachteten und abtasteten, um das genau richtige Pferd zu finden. Wenn ein Geschäft abgeschlossen war, wurde es mit einem Handschlag und einem Schnaps in einer der vielen Kneipen der Straße gefeiert. Am oberen Ende der Gravene befindet sich rechts die Alte Garde. Vor 200 Jahren hatten die Soldaten keine Kaserne, sondern lebten privat in der Stadt. Das Wachhaus war ein wichtiger Treffpunkt. Das Gebäude wurde später viele Jahre lang zivil genutzt. Es ist ein echtes Stück Viborg, errichtet von einem örtlichen Bauunternehmer. Ein interessantes Gebäudeensemble bilden die alte Feuerwache und die alte Polizeistation. Gemeinsam tragen sie heute den Namen „Borgerhuset Stationen“. Im Jahr 1968 rückten die Löschzüge zum letzten Mal aus – zu ihrer neuen Feuerwache im Westen der Stadt. Das Borgerhuset ist heute ein kultureller Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Interessen.

26: Ll. Sct. Hans Gade
Auf der rechten Seite liegt das Nationalarchiv. Der älteste Teil des Archivs gehört zu Viborgs architektonischen Meisterwerken. Bauherr war der königliche Bauinspektor Hack Kampmann, der vor allem für das Aarhus Teater und das Schloss Marselisborg bekannt ist.

27: Tingvej
Die Region Midtjylland hat ihren Sitz an der Ecke auf der linken Seite. Im Hintergrund steht ein Wasserturm, der noch immer in Betrieb ist, jedoch mit einer besonderen „Unsichtbarkeitsfarbe“ gestrichen wurde. Im neueren Eckgebäude hält der Regionalrat seine Sitzungen ab.
Das Erste, was ins Auge fällt, ist das Hotel Peak 12, Viborgs neues Designhotel. An seiner östlichen Giebelwand befindet sich ein elf Stockwerke hohes Wandbild, das wirklich einen Besuch wert ist. Das Hotel gehört zur bekannten Bühlmann-Gruppe, die Hotels in mehreren europäischen Ländern betreibt. Die Lobby ist für alle offen. Gehen Sie hinein und gönnen Sie sich einen Cocktail oder ein lokales Bier. Besonders an einem Sommertag ist ein Besuch der Dachterrasse sehr zu empfehlen. Direkt hinter dem Hotel befindet sich die Fußgängerbrücke, die von der Lobby des städtischen Kongress- und Musikhauses Tinghallen über die Handballhallen hinweg zu einem großen Loungebereich führt. Rund um das Gebiet liegen zahlreiche Sporteinrichtungen und Freizeitangebote. Auf der linken Seite sehen Sie mehrere Sporthallen sowie das Viborger Fußballstadion. Unter anderem sind hier die international bekannten Handballspielerinnen des Vereins VHK zu Hause. Auch die örtliche Fußballmannschaft ist erfolgreich und zieht bei Heimspielen bis zu 10.000 Zuschauer an. Darüber hinaus befinden sich hier verschiedene Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen. Auf der rechten Seite liegt die Kongress- und Musikhalle Tinghallen. Dahinter befindet sich das Kino Fotorama, eines der modernsten Kinos Dänemarks, mit fünf Sälen für beeindruckende Kinoerlebnisse. In den kommenden Jahren wird sich dieser Teil Viborgs mit noch mehr Raum für Musik und Kultur weiterentwickeln. Einem Bauplan zufolge soll hier außerdem ein zwölfstöckiges Hotel entstehen.

28: Viborg Kaserne
Das „Prinsens Regiment“ hatte viele Jahre lang seinen Standort in der Viborger Kaserne. Als die Kommune Viborg das ehemalige Kasernengelände kaufte, war das Ziel klar: Das Gebiet sollte künftig mit Ausbildungs-, Kultur- und Gewerbeeinrichtungen belebt werden.
Die Stadt setzte darauf, dass sich hier neue Bildungseinrichtungen und engagierte junge Unternehmer ansiedeln würden. Der Stadtrat war sich einig, dass die besten der alten Gebäude erhalten bleiben sollten und damit als Zeugen der Soldatenzeit bestehen bleiben.
Auch heute trägt das Gebiet noch den Namen „Viborg Kaserne“. Camp Logos am Ende des großen Stadions bietet Studentenwohnungen. Die moderne Architektur vermittelt den Eindruck neuer Kräfte und neuer Ideen. An einigen Gebäuden hat der Architekt mit ungewöhnlichen Materialien experimentiert, beispielsweise mit Fassaden aus transparentem Kunststoff.

29: Viborg Rådhus (Das Viborger Rathaus)
Das neue Viborger Rathaus wurde vom renommierten Architekturbüro Henning Larsen Architects entworfen. Die Architekten planten das Gebäude als große weiße Skulptur. Das fast 20.000 Quadratmeter große Rathaus umfasst sechs offene Stockwerke und bietet rund 900 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Sie vertreten und betreuen die etwa 100.000 Einwohner der Kommune, von denen rund 40.000 in der Stadt Viborg wohnen.

30: Prinsens Allé
Schräg gegenüber vom Rathaus liegt links der Campus Viborg mit seinen etwa 1.500 Studierenden. Hier befinden sich die Bildungseinrichtungen VIA University College und Erhvervsakademi Dania. In einem der ehemaligen Kasernengebäude wurde zudem ein Studentenhaus eingerichtet.

31: Schule und Theater
Auf der linken Seite sehen Sie die Schule „Viborg Friskole“, die für ihre experimentierfreudige Pädagogik bekannt ist. Auf dem Weg zum zentralen Paradeplatz sehen Sie ein weiteres neues Gebäude: die Theaterbühne „Værkstedsscenen“. Sie dient vor allem Kindern und Jugendlichen als Veranstaltungsort.

32: Paradepladsen
Rund um den großen Paradeplatz befinden sich ehemalige Militärgebäude mit völlig neuen Funktionen. Die Kinderkunstschule, die Schauspielschule, das lokale Theater Carte Blanche und das Kinderkulturzentrum „Kulturprinsen“ sorgen hier für Kulturangebote für die jüngere Generation. Das Hauptgebäude mit dem Tor ist heute ein Zentrum für kreative Köpfe. Hier befindet sich „Arsenalet“ mit einer Reihe kleinerer Unternehmen, die sich mit der wachsenden Comic- und Animationsbranche beschäftigen. In den vergangenen Jahren hat sich Viborg zur dänischen Hauptstadt des Animationsfilms entwickelt – nicht zuletzt dank des „Animation Workshop“, Dänemarks Zentrum für Animation, Visualisierung und grafisches Erzählen. Der Workshop mit seinen rund 200 internationalen Studierenden sprüht vor Kreativität. Im Keller des Hauptgebäudes befindet sich ein kleines Museum, das den Gästen einen Einblick in die Geschichte des Regiments „Prinsens Livregiment“ vermittelt.

33: Rødevej
Das ist ein auffälliger Kontrast zum alten Exerzierhaus und zum Reichsarchiv auf der linken Seite.

Das Exerzierhaus diente früher als Sporthalle für Militär und Stadtbevölkerung. Heute wird es als Magazin des Archivs genutzt. Der älteste Teil des Reichsarchivs gehört zu Viborgs architektonischen Perlen. Er wurde vom Bauinspektor Hack Kampmann entworfen, der unter anderem für das Aarhus Teater und das Schloss Marselisborg bekannt ist. Die Straße mit dem Namen „Rødevej“ (die rote Straße) erhielt ihren Namen, weil sie ursprünglich mit zerbrochenen roten Ziegeln des zerstörten Viborger Doms befestigt wurde. Auf der linken Seite sehen Sie den Friedhof von Viborg, auf der rechten Seite das Viborger Polizeigebäude mit seinem markanten geometrischen Stil.

34: Grønnegade
Vom Rødevej aus geht es weiter zur Grønnegade (Grüne Straße). Als die Grønnegade außerhalb des alten Walles angelegt wurde, war hier alles grün. Das Gebäude der Gewerkschaft FOA auf der rechten Seite war früher eine öffentliche Badeanstalt, die im Volksmund „Margrethes Vaskehus“ (Waschhaus) genannt wurde. FOA ließ später eine zusätzliche Etage auf das bestehende Gebäude setzen. An dieser Stelle befand sich ursprünglich das erste richtige Krankenhaus der Stadt Viborg.

35: Vestergade
Der Brunnen (rechts) ist der Sct. Kjelds Brønd. Hier konnten die Marktfrauen ihr Gemüse reinigen. Sct. Kjeld ist Viborgs eigener Held, und was Wasser angeht, sah man ihn als kleinen „Wundermacher“. Die Vestergade ist eine echte Einkaufsstraße. Sie war der erste Abschnitt der einst so vornehmen Viborger Fußgängerzone.
Fünf Kaufmannshöfe brachten damals Leben in die Straße. Zwei dieser Höfe waren Branntweinbrennereien, weshalb die Vestergade zeitweise auch als „Branntweinstraße“ bekannt war. Hier wurden die Kartoffeln unter freiem Himmel zur Gärung ausgebreitet. Der kräftige Gärungsgeruch, vermischt mit dem Geruch der Ställe, verlieh dieser Straße einst eine ganz besondere Atmosphäre.

36: Ll. Hjultorvsgyde
Diese Gasse verbindet die Vestergade mit dem Hjultorvet. Viele Jahre lang fand hier der wöchentliche Fleischmarkt statt. Bauern kamen mit ihren Tieren auf den Markt, um sie zu verkaufen. Die Tiere wurden nach dem Verkauf direkt vor Ort von Metzgern in großen weißen Gummischürzen geschlachtet. Heute spielt Hjultorvet auf ganz andere Weise eine wichtige Rolle im Stadtleben. Während des gesamten Dezembers befindet sich hier ein Kinderbereich mit Unterhaltung und Aktivitäten für Kinder. Im Sommer wird der Platz als Stadtgarten genutzt.

Wir hoffen, dass Ihnen die Fahrt durch die Straßen Viborgs gefallen hat.
Wir wünschen Ihnen schöne und erlebnisreiche Tage in Viborg und Umgebung.